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  Filme und Kabaretts von Josef Hader

Kabaretts: "Fort Geschritten" (1982); "Der Witzableiter und das Feuer" (1985);

Biagn oder Brechn - (1988) Biagn oder Brechn läßt die gemähten Politikerwiesen hinter sich und wirft statt dessen lieber einen scharfen Blick auf den täglich Alltag der unterhaltungssüchtigen Besucher. Das erste Programm mit stark persönlicher Formgebung und großer dramaturgischer Geschlossenheit.
So reagierte die Presse:
"Hader spaziert spielerisch auf dem schmalen Grat zwischen klarer Verständlichkeit und philosophischen Tiefsinn. Das ist der Rahmen für das wohl intelligenteste deutschsprachige Kabarett "- AZ
"Hader setzt seinem Publikum ein Idyll vor die Nase, und stellt es in der nächsten Bösartigkeit in sein Kuriositätenkabinett, Kabarett im Tiefgang." - Krone

Bunter Abend - (1990): Die radikale Abrechnung mit dem eigenen Hader und dessen Publikum stellt die toleranzgeilen Vereinnahmungsprofis im Saal vor harte Aufgaben, Liberalität und Phantasie werden nicht mit der Eintrittskarte erkauft, man muß sie von zuhaus mitbringen, um dieses Programm genießen zu können. Die Zuschauer: Sehr begeistert und frustriert.
So reagierte die Presse:
"... ein geniales Harakiri voller Zweifel, Phantasie und Ironie." - Kurier
"... bestechend in seiner Widersprüchlichkeit, eine Offenbarung." - Der Standard
"... ein Ereignis, morgen schon ein Stück Kabarettgeschichte." - Die Presse
"... was ist los mit Josef Hader?" - Neues Volksblatt



"Im Keller" - Josef Hader nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in seinen Keller. Ein "autarkes Bunker-Lichtsystem" erhellt den Raum, und was da zwischen leeren Bierflaschen,Spinnweben und Heizungsrohren zum Vorschein kommt, läßt uns nur zu gut ahnen wie es in den dunkelsten Ecken der menschlichen Seele ausschaut.
Hader demaskiert in diesem Stück erbarmungslos das Spießbürgertum und holt dabei so manch eine "Leiche aus dem Keller". Für "Im Keller" erhielt Hader '93 den Förderpreis zur Kainzmedaille der Stadt Wien.
So reagierte die Presse:
"Josef Hader ist 'Im Keller' gelandet und serviert uns dort unsere eigenen Platitüden, und wir brüllen vor Lachen , weil uns die Worte abhanden kommen " - Wolfgang Fuhrmann - Standard
" Dieser Ein - Mann - Monolog wird Kabarettgeschichte schreiben. Die literarisch wie dramaturgisch hinterhältige Spießer - Studie ist die längst fällige zeitgemäße Antwort auf Helmut Qualtingers 'Herr Karl'." - Roland Koberg - OÖ Nachrichten
"Das ist nicht mehr großes Kabarett - das ist schon Welttheather in der Nußschale"
- Erich Demmer - AZ

"Privat" - ...ist sein bisher letztes Programm. Wie der Name "Privat" schon sagt behandelt Josef Hader viele persönliche Erlebnisse, und gewährt dem Zuhörer einen humoristischen Einblick in sein Leben. Im Laufe der Erzählungen wird die Handlung immer konfuser und surealistischer. Schließlich landet der Zuschauer in der Wiener Kanalisation, wo er mit Hader einen Trip in die Hölle und noch viel weiter unternimmt. Im zweiten Teil des Kabaretts singt Hader "kritische Lieder".
So reagierte die Presse:
"
Hader sitzt und rührt sich nicht. Kein Lichtwechsel. Keine Requisiten. Und trotzdem reisen wir um die Welt und auf den Mond; durch Sand- und Eiswüsten, ins Höllenfeuer und zum 'König von Afrika'. Josef Hader treibt es immer auf die Spitze. Irgend etwas treibt ihn immer ganz hoch hinauf auf die Spitzen der Gipfel seiner Kunst, die als Kabarett begann. Inzwischen fliegt er übers Kabarett hinweg
" - Helmut Schödel - Die Zeit

"Hader spielt Hader" - ...ist eine Art "Best of Josef Hader". Die Stücke stammten zum größten Teil aus seinen letzten zwei Programmen, "Privat" und "Im Keller". Keiner weiß was er spielen wird, er dafür auch nicht.

Filme:
"Cappuccino Melange"- In diesem Film spielt er einen steirischen Bergbauern, der mit einem Traktor nach Wien fährt um von seinem Freund (übrigens von Alfred Dorfer gespielt) 80.000 Schilling zu holen. Auf dem Weg nach Wien lernt er eine italienische Anhalterin (gespielt von Enrica Maria Modungo) kennen. Beide haben in Wien einige Probleme zu lösen, wobei noch ein Verständigungsproblem auftritt. Am Ende vom Film, geht jeder seinen eigenen Weg. Dieser Film hat international für Aufsehen gesorgt, und ist bei diversen internationalen Filmfestivals mit Preisen und Auszeichnungen belohnt worden.
So reagierte die Presse:
"
Ein Film der hinter seinem Witz und seinem Gefühl, auch einige ganz unkonventionelle Ideen versteckt" - Kurier
"Hader und Modungo machen diese Geschichte zu einem komisch melancholischen Abenteuer" - Süddeutsche Zeitung
"Äußerst unterhaltsam poetisch"; "zwischen lausbübischer Komik, Melancholie und zuweilen anarchistischer Abenteuerlust" - Mitteldeutsche Zeitung

"Indien"- .. ist eine Reise durch das österreichische Alpenvorland. Vor dem Hintergrund trister Dörfer und in den verschiedensten Gasthäusern spielt sich eine emotionale Geschichte ab, die voller Humor und Tragik ist. Zwei Männer(der Zweite ist von Alfred Dorfer gespielt) reisen von einem Dorfgasthaus zum anderen, um diese zu testen. Am Anfang können sich die beiden nicht leiden, doch im Laufe der Zeit, zwischen Schnitzel und Faßbier, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Ein tragischer, humorvoller und vor allem tiefsinniger Film, ein Film, der Geschichte schrieb: Mit mehr als 220.000 Besuchern in Österreich wurde Indien (Regie: Paul Harather) zu einem der erfolgreichsten österreichischen Filmen seit langer Zeit.

 

 

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